Herkunft

Beschrieben wurde der Cane da Pastore Maremmano Abruzzese bereits im ersten Jahrhundert nach Christus durch den römischen Schriftsteller Columella. Seither wird in Italien ohne Einkreuzungen rein gezüchtet.

Der Maremmano Abruzzese stammt aus dem Gebiet zwischen der westlichen Toskana (Maremma) und den Abruzzen. Ursprünglich unterschied man zwei Lokalschläge (Maremmaner und Abruzzer), welche leichte Unterschiede z.B. in der Größe und der Felldicht aufwiesen, die sich aus dem jeweiligen Ursprungsgebiet ergaben.
Anfang der 50er Jahre wurden die beiden Lokalschläge in einer Rasse vereinigt und werden seither in einem gemeinsamen Zuchtbuch geführt.

In ihrem Ursprungsland Italien werden Maremmanos unter anderem heute noch wie früher zum Hüten der Schafherden eingesetzt.
Früher bestand ihre Aufgabe hauptsächlich darin, Schafherden vor Wölfen, Bären oder anderen Angriffen zu schützen, weshalb der Maremmano Abruzzese zu den Herdenschutzhunden zählt.

Heute sind es meist verwilderte Hunde, die es zu vertreiben gilt.
Er wurde und wird auch auf Grund seines gemässigten, angenehmen Charakters und des ausgeprägten Wachinstinktes als Haus- und Hofwachhund eingesetzt, was man in der Ursprungsgegend der Hunde heute noch häufig beobachten kann.

Dieser italienische Herdenschutzhund war immer eher ein Arbeits- denn ein Ausstellungstier. Das führte dazu, dass er größtenteils von züchterischen "Verschönerungen" verschont geblieben ist, die leider so oft zu Überzüchtungen und somit Anfälligkeiten, Krankheiten oder Behinderungen führen. Bei angemessener, artgerechter Haltung ist der Maremmano-Abruzzese selten krank. Da er außerdem keine züchtungsbedingten Erbkrankheiten hat, erreicht er oft ein hohes Alter.

Leider war diese Rasse bisher außerhalb der Grenzen seines Ursprungslandes wenig bekannt. Mittlerweile hat der Maremmano Abruzzese überall auf der Welt Liebhaber gefunden. Hauptsächlich in den USA und Australien hat der Maremmano in seiner ursprünglichen Funktion als Herdenbewacher fußgefasst.
Weitere Bestände gibt es in England, Schweden, den Niederlanden und in der Schweiz.
In den letzten Jahren sind auch in Deutschland und Österreich immer mehr Menschen von der Schönheit und Eleganz sowie dem charmant-eigensinnigen Charakter dieser Hunde regelrecht fasziniert sind. Die meisten Tiere im deutschsprachigen Raum stammen aber nach wie vor direkt aus Italien.